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ManuelPeh
modified 1 year ago

ZVS-Treiber

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Bei der Schaltung handelt es sich um einen sehr bekannten, universell einsetzbaren ZVS-Treiber. Je nach Dimensionierung der Bauteile kann man damit z. B. als Induktionsheizer Metall zum Glühen bringen, Zeilentrafos ansteuern und Einiges mehr. Die 10mOhm Widerstände sind übrigens nicht erforderlich, sie dienen lediglich dazu, die Schaltung in EC zum Laufen zu bringen. Gleich mal ein Hinweis aus eigener Erfahrung: Reisst die Schwingung bei Belastung ab, dann nicht gleich verzweifeln, meist liefert das Netzteil einfach nicht genug Strom. Dann bricht die Spannung ein und die Schwingung reisst ab. Einer der Mosfets ist in diesem Zustand voll durchgesteuert und zieht dementsprechend Strom, wodurch die Spannung nicht wieder ansteigen kann. Hier hilft nur: Spannung aus- und wieder einschalten. Bzw. ein stäreres Netzteil. Wie viel Leistung das Netzteil liefern können muss, hängt von den verwendeten Bauteilen ab. Ich habe die Schaltung inzwischen mehrfach aufgebaut mit völlig unterschiedlichen Bauteilen (unterschiedlich in Bezug auf die Dimensionierung, d. h. Kühlkörpergrösse, Grösse der Drosseln, Art der Mosfets). Zwei Beispiele (die bei mir im Einsatz sind): 1. Meine kleine Version (Zeilentrafotreiber) ist recht genügsam, sie zieht ca. 3A bei 18V (also grob 55VA) mit einem kleinen Zeilentrafo. - Mosfets: BUZ11 - Kondensator: 1uF 100V Folie - Dioden: UF4007 - Drosseln: 30mm Ringkerne (PC-Netzteil), neu bewickelt mit ca. 30 Wnd. CuL 0,8mm, 100uH - Kühlkörper: 60mmx60mm Alu Die Anzahl der Primärwindungen sowie Belastung und Grösse des Zeilentrafos spielen beim Stromhunger eine Rolle. Ich will nicht auf alle Details eingehen, da sie relativ unkritisch in Bezug auf eine zuverlässige Funktion des Treibers sind. Sofern man sich keine groben Schnitzer leistet (wie TO-92 Mosfets zu verwenden), läuft der Treiber auf jeden Fall stabil und treibt so ziemlich jeden Zeilentrafo. Grobe Richtung für die Primärwicklung: 6-10 Windungen auf den freien Schenkel des Zeilentrafos wickeln. 2. Mein "Biest" (Induktionsheizer) Hier sieht die Sache mit dem Stromhunger gleich mal ganz anders aus. Wenn ich eine etwas längere M6-Schraube in die Heizspule halte, werden locker die 1000W geknackt und die Schraube wird nach ca. 20 Sek. rotglühend. Die Mosfets werden dabei gerade mal handwarm, die Kondensatoren werden noch etwas wärmer. - Mosfets: 4 x IRFP460 (paarweise parallel) - 2 Kühlkörper 100mm x 60mm (da diese automatisch mit den Drainanschlüssen der Mosfets verbunden sind, habe ich die Enden der Heizspule direkt an die Kühlkörper geschraubt) - Drosseln: Eigenbau aus zwei Ferrit-Trafos mit Luftspalt (ich weiß gar nicht genau, wie man die eigentlich korrekterweise nennt) eines 1200W Schaltnetzteils, neu bewickelt mit HF-Litze (10x0,15mm CuL), 100uH. - Heizspule: 8 Wnd. 6mm Kupferleitung mit 30mm Durchmesser - Kondensator: 2uF (6 x WIMA Impulskondis 330nF/450V) Dioden: UF4007 - Pufferelkos direkt vor den Mosfets: 10.000uF (nicht eingezeichnet) Die Stromversorgung erfolgt über einen etwas grösseren Trafo mit 22V, 800VA. Der im Betrieb etwas überlastet wird, aber kühler bleibt als die Kondensatoren. Daran hängen drei Brückengleichrichter für Kühlkörpermontage (je 35A, auf Kühlkörper montiert) und 10.000uF Pufferelkos. So. Nix vergessen hoffe ich. Sollte jemand sich ermuntert fühlen, den Treiber nachzubauen, wünsche ich gutes Gelingen!
published 8 years ago

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